Rezension zur Fliederinsel von Sylvia Lott

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt.

2016 sucht Celia Brandes nach Hinweisen über ihren Vater in Dänemark. Im Urlaub auf Fünen findet die junge Frau ein altes, aufgerolltes Gemälde. Sofort gibt die Besucherin ihrer Vermieterin Inger Bescheid. Die Reaktion von Inger ist überwältigend. So fängt Inger zu erzählen an, über ihre Eltern:

Es ist November 1938 kurz nach der ,,Kristallnacht“ und die Jagd auf die Juden beginnt von Hitlers Schergen. Auch Ruth und Jakob Liebermann fliehen mit Hilfe von Verwandten nach Dänemark vor dem nahen Krieg. Jakob ist das nicht weit genug und er versucht nach Amerika zu kommen um Europa ganz zu verlassen. Leider wird dem jungen Mann dieses von dem amerikanischen Konsulat verwehrt. In Dänemark lebt das Paar fünf Jahre glücklich und frei,sie  bekommen in der Zwischenzeit eine kleine Tochter. Um Ruth, die als Malerin sehr erfolgreich ist, zu unterstützen erhält sie die Haustochter Svea ihrer Freunde für die kleine Ingrid als Kindermädchen.

Aber Hitler bricht sein Versprechen gegenüber dem dänischen König 1940 und erneut werden die Juden in KZ’s gebracht. Die jungen Eltern stehen vor einer schweren Entscheidung. Da die kleine Ingrid jedoch nicht gesund ist, fliehen die Eltern ohne ihren Liebling, schweren Herzens und lassen die Kleine  bei ihrem Kindermädchen Svea. Aber werden die Eltern ihre Tochter jemals wiedersehen?

Ich danke Sylvia Lott und dem Blanvalet Verlag für wundervolle Lesestunden und mein Rezensionsexemplar. Ich bin froh, dass diese Zeit vorbei ist und wir heute leben und lieben können wen wir möchten. Doch ich hoffe auch, dass es nie wieder Krieg in Deutschland geben wird. Ich möchte meine Enkel unbelastet aufwachsen sehen!

 

Rezension zu Marlenes Geheimnis von Brigitte Riebe

Nane und ihre Mutter Vicky kommen zur Beerdigung der Mutter/Großmutter Eva an den Bodensee. Die Stimmung zwischen den den Halb-Schwestern Marlene und Vicktoria ist sehr angespannt. Um Marlene nicht lange mit dem Besuch von Vicky zu beanspruchen, fährt die Jüngere nach der Beerdigung wieder davon. Nane jedoch ist bei ihrer Tante Marlene sehr gerne gesehen. Im Nachlaß der Oma sind Aufzeichnungen aus dem 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit. Nane erfährt die Geschichte ihrer Großmutter Eva sehr wirklichkeitsnah. Je mehr Nane in die Geschichte eintaucht, umso mehr unglaubliches erfährt die junge Frau.

Brigitte Riebe hat hier unsere jüngere Vergangenheit in einem sehr informativen Roman verarbeitet.  Ich habe aus sehr persönlichen Gründen es seit Jahren vermieden, Geschichten aus dem 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit zu lesen. Ich bin 50. Jahre nach Hitler Übernahme aus der Schule gekommen. In der 10. Klasse wurde besonders dieses Thema sehr intensiv besprochen. Zusätzlich wurde in dem Roman ein Thema berührt, daß mir sehr nahe ging. Ich danke dem Blanvalet Verlag für mein Vorabexemplar.

 

Buchvorstellung Marlenes Geheimnis von Brigitte Riebe

Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, dass mich von der ersten Seite begeistert hat. Obwohl es eine Thematik ist, die ich seit Jahren vermeide zu lesen.

Hier ist der Klappentext:

Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht von Lügen

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva  am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage…

Bestsellerautorin Brigitte Riebe ist zurück – mit einem bewegenden Roman über ein deutsches Familienschicksal.

Ich habe das Buch bereits gelesen, doch die Rezension wird erst am 11. September veröffentlicht.

 

Rezension zu Blutschmuck von Petra Mattfeldt

Auf der Beerdigung von Sarah Bischoff’s Mutter sieht Sarah die Freundin ihrer Mutter Lisa Schönfeld. Da verruscht ein wenig der Mantel von Sarah und eine Kette mit einem Bernstein wird sichtbar. Lisa wird hysterisch und verläßt die Beerdigung. Sarah’s Freund und Kollege Falco Cornelsen läßt das Verhalten nicht mehr los. Um Informationen über Lisa Schönfeld zu erhalten, geht Falco tief in die Vergangenheit. Erst ist es von dem Kriminalkommissar nur Neugier, später wird es ein persönliches Interesse. Denn auch die Familie von Sarah ist mit involviert. Ein Fall vor über 50 Jahren steht als ungelöst in den Akten. Mit den heutigen Methoden bei der Polizei können auch ,,alte Fälle“ ,,wieder aktuell“ werden. Umso tiefer Falco und sein Team sich in den Fall einbringen, umso mehr Unklarheiten kommen ans Licht. Wurden damals Ermittlungsfehler gemacht? Warum wurde der Fall nie aufgeklärt? Laßt Euch auf diesen Krimi ein. Er ist etwas anders geschrieben wie die Vorgänger.

Petra Mattfeldt hat es geschafft einen Krimi zu schreiben, der aus der Vergangenheit in die Gegenwart neue Aspekte aufwirft. Ich habe den Krimi verschlungen! Ich freue mich auf den nächsten Fall von und mit Falco Cornelsen.

Rezension zu Es ist Gottes Wille von Ute Borngräber

Im spanischen Toledo gibt es in einer Nacht drei Tote. Das Besondere an den Toten sie haben unterschiedliche Konfessionen. Ein römisch-katholischer Geistlicher, ein Moslem und ein Jude. Der spanische Commissario steht vor einem Rätsel. Was den Spanier besonders ärgert, daß ihm eine deutsche BKA Beamtin zur Seite gestellt wird. Die Deutsche ist aber nur an dem Tod des marokanischen Moslem interessiert. Die Spur zum Täter ist mit vielen Steinen gepflastert für das deutsch-spanische Duo. Auf der Suche nach dem Motiv trifft das Duo auf eine Wand des Schweigen. Die Abtässin des Nonnenkloster ist die Einzige, die dem Spanier und der Deutschen Hilfe anbietet.
Je näher der Commissario und die BKA Beamtin der Wahrheit kommt, desto mehr Korruption, Lüge und Vetternwirtschaft offenbaren sich.

Der Krimi ist spannend, aber für mich manchmal zu Detail verliebt geschrieben. Mein Dank geht an edition oberkassel für mein ebook.

Eine wahre Geschichte aus dem 2. Weltkrieg, Ernst Lossa!

Nebel im August - Filmbuch von [Domes, Robert]

Am gestrigen Abend haben mein Mann und ich die Premiere von ,,Nebel im August“ im Kino gesehen. Das Buch ist bereits 2008 auf dem Markt erschienen. Acht Jahre später die Verfilmung. Der Film handelt von Kindern, die aus unterschiedlichen Gründen, in eine Nervenheilanstalt, gekommen sind. Manche wurden wieder von den Eltern abgeholt, doch viele blieben dort. Ernst ist ein aufgeschlossener Junge, der sofort merkt, „hier bin ich falsch“. Doch da sein Vater, ein fahrender Händler ist, kann er seinen Sohn nicht aus der Anstalt, abholen. Die Kinder hatten unterschiedliche Gebrechen, Elepsie, gelähmt u. v. m. Nur Ernst war gesund. Der Film fängt sehr ruhig an. ,,Nebel im August“ erhält eine Eigendynamik, der sich kein Besucher entziehen kann. In der Nervenheilanstalt ist eine katholische Schwester, die mit den Machenschaften des Anstaltsleiter gar nicht einverstanden ist. Der Film dauert 120 Minuten, doch ich habe nicht eine Minute vor Langeweile auf die Uhr geschaut, da immer wieder etwas Neues in dem Film geschieht. Brisant wird es erst, als der Leiter, eine Möglichkeit findet, wie die ,,Kranken Geschöpfe“ trotz Nahrung langsam verhungern. Es sind sehr viele Frauen nach dem Film weinend aus dem Kino gegangen. Auch ich habe noch sehr lange Zuhause kein Auge zu gemacht, so sehr ist mir der Film unter die Haut gegangen. 

Diese Geschichte war auch Bestandteil der Nürnberger Prozesse 1948. Die Grausamkeit des 2. Weltkrieg ist sehr eindringlich beschrieben. Ich werde mit Sicherheit das Buch NICHT lesen! Ich denke, das Buch ist noch detailierter beschrieben und das kann ich mit meinem gesundheitlichen Problemen nicht vereinbaren.

Ich danke dem Verlag cbj und cbt Verlag aus der Verlagsgruppe Random House für die Einladung zu diesem sehr besonderen Film.